Antwort auf: Darstellung der Unfallzahlen im Linien-Diagramm

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Hallo Daniela,

 

danke fürs Teilen. Eine erklärende Darstellung für eine bestimmte Zielgruppe – danke für diese zusätzliche Angabe. Darauf wird sich mein Feedback hauptsächlich beziehen.

Die Herausforderung liegt hier glaube ich nicht darin, die Grafik “schöner” zu gestalten, z.B. die Achsen zu benennen und die Beschriftung zu verbessern.

Das Kernproblem hier aus meiner Sicht: Die Aussage der Grafik findet sich nicht im Kasten daneben wieder (und umgekehrt). Die Altersgruppe spielt in der Grafik ja keine Rolle.

Sondern sie so zu gestalten, dass die Zielgruppe sie gut versteht und die Hauptbotschaften klar hervortreten. Für diese Zielgruppe würde ich es so gestalten, dass die Hauptaussage klar abzulesen ist und noch einmal erläutert neben der Grafik steht.

Meine Kommentare sind unten anbei zur Diskussion,

viele Grüße,

Anita

 

Beispiel: Ihr wollt, dass die Aussage neben der Grafik auch die ist, die in der Grafik steht – dann muss die Grafik andere Daten zeigen. Oder ihr wollt, dass man eine Aussage ableiten kann wie: Alkohol/Drogen liegt sowohl bei Unfällen als auch bei Verletzten auf Rang 5 der Unfallursachen (hoffe, ich lese das richtig)

– Liniendiagramm: Liniendiagramme sind für Zeitverläufe geeignet – und die Vergleiche von Zeitverläufen. Das Kernproblem ist, dass man hier zwei Linien “sinken sieht” – darum geht es aber gar nicht. Es sind ja auch Durchschnittswerte über drei Jahre. Es geht um die Frage, wie viele Unfälle und Verletzte jedes Jahr auf Alkohol & Drogen zurückzuführen sind. Das ist ein Fall für das klassische Säulendiagramm oder Balkendiagramm.

– Datenreihen zum Vergleich: Als Laie erscheint es mir wenig aufschlussreich, pro Unfallkategorie die Zahl der Unfälle und der Verletzten zu vergleichen. Mir ist nicht klar, wie das in Bezug steht – ist die Zahl der Unfälle quasi die Gesamtzahl und die Anzahl der Verletzten ist davon eine Teilmenge? Wenn bei einem Unfall zwei Personen verunfallen – stimmt das dann immer noch? Vielleicht macht es hier Sinn, auf die wichtigste Grundgesamtheit zu gehen – für die Zielgruppe könnten das Verletzte oder Tote sein, die Anzahl der Unfälle per se ist vermutlich eher abstrakt. Will damit sagen – was lerne ich denn jetzt daraus, wenn ich Unfälle und Verletzte pro Kategorie vergleiche? Ist es das, was ich mit dieser Grafik aussagen will? Falls nicht, anderen Vergleich wählen oder den Vergleich rauslassen.

– Hauptaussage der Grafik: Wenn ihr wollt, dass man sieht, dass Jugendliche den proportional höchsten Anteil haben, dann sollten hier Vergleichswerte für diese Altersgruppe zu einer anderen Grundgesamtheit stehen. Man kann das z.B. machen, in dem die Säulen den relativen Anteil in der Gesamtbevölkerung pro Unfallursache zeigen, und dann für die Altersgruppe 15 – 24 nochmal ein zusätzlicher Datenpunkt eingeführt wird. So müsste man sehen können, dass hier der Anteil überproportional hoch ist (s. dieses Beispiel: https://ppsoh.polizei.hessen.de/ueber-uns/regionales/verkehrsunfallstatistik/)

– Relative Aussagen: Es werden hier zwei Werte präsentiert, von denen nicht ganz klar ist, wie sie relativ zueinander stehen (s.o.). Es ist aber auch nicht klar, wie sie nun zu den anderen Werten stehen, denn die kann man nicht ablesen. Sie sind der Größe nach sortiert. Aber selbst wenn man das versteht ist ja nicht klar, was die Message ist. Bei einer Aufbereitung für Schüler würde man das vermutlich nicht als explorative Übung sehen. Sondern man müsste dann zeigen, dass es “viel” ist – z.B. im internationalen Vergleich, z.B. durch den Vergleich der Unfallverletzten in dieser Altersgruppe zu allen anderen Verletzungsursachen.

 

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